Frank Erkelenz

Strukturen, Rost und Inselwurzeln

Für Frank Erkelenz ist die Deichpartie eine Rückkehr zu den Wurzeln. 1962 geboren und in Finkenwerder aufgewachsen, zieht es den heute in Aumühle lebenden Künstler immer wieder zum maritimen Kern seiner Herkunft. In seinen Arbeiten vereint er handwerkliche Präzision mit einer tiefen Leidenschaft für das Unperfekte und Gelebte.

Sein künstlerischer Fokus liegt auf der Malerei, Skulpturen und der Fotografie. Dabei verzichtet er beim Malen fast vollständig auf den Pinsel: Mit Spachteln trägt er Acrylfarben in mehreren Schichten auf raue Untergründe wie Segeltuch, Holz oder Metall auf. Die Farben mischen sich erst direkt auf dem Objekt, wodurch lebendige, haptische Strukturen entstehen, die an verwitterte Schiffswände erinnern.

Diese Liebe zum Material setzt sich in seinen Skulpturen fort. Frank Erkelenz erweckt „verloren geglaubte“ Alltagsgegenstände und Fundstücke zu neuem Leben – durch Upcycling verwandelt er Metall und Holz in fabelhafte Wesen. Auch in seiner Fotografie lenkt er den Blick gezielt auf maritime Details, Rost und die Ästhetik des Vergehens.

Seine Werke sind ein Plädoyer für das nicht Perfekte. So wie das Leben oft Ecken und Kanten hat, zeigen seine Arbeiten die Schönheit von Widerstandskraft und Zusammenhalt – versinnbildlicht durch die alten Planken und Schiffsrümpfe, die den Elementen trotzen.

Im Rahmen der Deichpartie zeigt Frank Erkelenz ausgewählte Malereien in der Haspa Finkenwerder.

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Symbol URL https://www.instagram.com/franksartthings/


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